„Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen“

von Sarah J. Maas; Band 1

„Eine legendäres Reich. Ein Fluch. Und eine Liebe, die über Leben und Tod entscheidet.

Als die junge Feyre im Wald einen Wolf tötet, erscheint eine furchteinflößende Kreatur und verlangt Wiedergutmachung. Feyre wird in das Reich der Fae verschleppt und entdeckt, dass ihr Entführer ein Prinz der Fae ist. Bald merkt Feyre, dass sich ihre Gefühle Tamlin gegenüber ändern. Aus kaltem Hass wird Leidenschaft, und keine Warnung, die sie je über die trügerisch schönen Fae gehört hat, kann das ändern. Doch ein grausamer Schatten liegt über dem Reich. Feyre muss einen Weg finden, um ihn aufzuhalten. Oder ihre Welt ist für immer verloren…“

Feyre ist die jüngste von drei Mädchen und geht auf die Jagd, um ihrer Familie das Überleben zu sichern. Dabei tötet sie unabsichtlich einen Wolf. Als Wiedergutmachung muss sie in das Reich der Fae und dort am Frühlingshof leben. Doch die Idylle trügt, denn über dem Reich lastet eine große Bedrohung und Feyre scheint die einzige zu sein, die die Fae und ihre eigene Welt noch retten kann. Doch zu welchem Preis?

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Die Protagonistin Feyre wirkt trotz ihres jungen Alters sehr erwachsen und selbstbewusst, was mir gut gefallen hat. Sie lässt sich von niemanden einschüchtern und hat bei ihren Handlungen stets die Gedanken bei ihren Liebsten. Daraus folgt jedoch nicht nur positives. Auch wirkt Feyre an mancher Stelle etwas kindisch, da sie auf ihr eigenes Wohl bedacht ist. Was man ihr teilweise aber nicht zur Last legen darf, da sie anfangs sehr unwissend ist, was die Gesamtsituation betrifft. Im Laufe der Geschichte ändert sich dies jedoch größtenteils. Dadurch, dass die Geschichte aus Feyres Sicht geschrieben ist, werden die Fae nicht gerade positiv dargestellt. Erst im Laufe der Geschichte lernt man, genauso wie die Protagonistin, dass nicht alle Fae grausam sind. Die beiden Fae, um die es hauptsächlich geht, haben auf mich zunächst etwas unnahbar gewirkt. Tamlin war eher geheimnisvoll und man hat nicht viel über ihn erfahren. Sein bester Freund Lucien hat Feyre das Leben schwer gemacht und war dennoch hilfsbereit und nett ihr gegenüber, was anfangs etwas paradox war, im Verlauf aber erklärt und aufgelöst wurde. Das gesamte Buch wirkte auf mich wie eine Einführung in die Welt der Fae, da man zusammen mit Feyre das Reich kennenlernt und so manchen Geheimnissen auf die Schliche kommt. Das Worldbuilding war großartig. Ich konnte mir das gesamte Reich der Fae und die Welt der Sterblichen sehr gut vorstellen, da es nicht nur mit sehr vielen Adjektiven eindrucksvoll beschrieben wurde, sondern man auch die Möglichkeit hatte, der eigenen Fantasie freien Raum zu lassen. Die Karte, die vorne im Buch enthalten ist, hat unteranderem dazu beigetragen. Die Geschichte selbst ist eine Märchenadaption von „Die Schöne und das Biest“. Der Schreibstil war für mich anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, nach einer gewissen Lesedauer habe ich mich jedoch daran gewöhnt, sodass es mich nicht weiter gestört hat. Ich freue mich schon auf Band 2. Ich gebe dem Buch 4 von 5 Sternen, da es wie gesagt meiner Meinung nach einer wunderbar gelungenen Einführung in diese großartige Welt glich und ich hoffe, dass die folgenden Bände mindestens genauso wunderbar werden.

„Dornen und Rosen“ ist der Auftakt der Fantasy-Reihe „Das Reich der sieben Höfe“ von Sarah J. Maas. Das Buch erschien erstmals 2017 auf Deutsch im dtv Verlag (Hardcover; englisches Original 2015 bei Bloomsbury Publishing unter dem Titel „A Court of Thorns and Roses“). Die deutsche Taschenbuchausgabe (2020) mit 475 Seiten kannst du unter der ISBN 978-3-423-71849-3 finden. Sie kostet 10,95 €.

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