„Das Lied der Dunkelheit“

von Peter V. Brett; Dämonenzyklus Band 1

„Manchmal gibt es gute Gründe, sich vor der Dunkelheit zu fürchten…

Peter V. Bretts gewaltiges Epos vom Weltrang des „Herrn der Ringe“.“

„Weit ist die Welt – und dunkel…

…und in der Dunkelheit lauert die Gefahr. Das muss der junge Arlen auf bittere Weise selbst erfahren. Schon seit Jahrhunderten haben Dämonen, die sich des Nachts aus den Schatten erheben, die Menschheit zurückgedrängt. Und das einzige Mittel, mit dem die Menschen ihre Angriffe noch abwehren können, sind die magischen Siegel.

Als Arlens Mutter bei einem Dämonenangriff ums Leben kommt und sein Vater nur tatenlos zusieht, flieht der Junge aus seinem Heimatdorf – auf der Suche nach Menschen, die den Mut noch nicht aufgegeben und das Geheimnis um die alten Bannzeichen noch nicht vergessen haben…“

Arlen ist erst elf Jahre alt, als er flieht und sich auf die gefährliche Reise macht, nach Menschen zu suchen, die ähnlich wie er denken. Doch diese Suche gestaltet sich als äußerst schwierig. Nicht nur die Dämonen, die jede Nacht auftauchen, stellen eine große Gefahr dar. Wem kann er trauen, um seinem Ziel näher zu kommen? Leesha ist dreizehn Jahre alt als sie die Chance bekommt, ihrem bisher verhassten Lebensstil zu entkommen. Sie hilft einer alten Kräutersammlerin und wird kurzerhand deren Schülerin. Rojer ist circa drei Jahre alt, als er mit ansehen muss, wie seine Eltern von Dämonen getötet werden. Von diesem Zeitpunkt an, wächst er bei einem Jongleur auf und erlernt von klein auf dessen Beruf.

Ich habe das Buch im Urlaub in unserer Unterkunft in einem Bücherschrank entdeckt. Ich fand erst einmal deshalb interessant, weil es so dick ist. Nachdem ich mir dann den Klappentext durchgelesen habe, hab ich mich entschlossen, es zu lesen. Und es war keine falsche Entscheidung, denn mir hat das Buch gut gefallen, da man die Geschichte aus drei verschiedenen Sichtweisen erzählt bekommt. Jeder der Charaktere hat seine eigene Geschichte und doch scheinen die Schicksale der jungen Leute miteinander verbunden zu sein. Obwohl die Protagonisten anfangs noch sehr jung sind, habe ich sie sehr schnell in mein Herz geschlossen. Arlen hat mit seinen elf Jahren erstaunlichen Mut, Willensstärke und Selbstbewusstsein besessen. Leesha war tapfer und hat sich zu einer jungen Frau entwickelt, die weiß, was sie tut und sich in vielerlei Hinsicht nichts sagen lässt. Das hat sie manchmal etwas störrisch wirken lassen und trotzdem fand ich es in diesen speziellen Fällen angebracht. Rojer der den Tod engster Familienmitglieder mit ansehen musste, war mutig und tapfer und hat versucht aus jeder Situation das Beste zu machen. Er hat sich mit den Gegebenheiten und Situationen, die ihm das Leben gegeben hat, abgefunden und gelernt diese zu akzeptieren. Die Welt, in der die Geschichte spielt, wurde gut beschrieben und eine Karte, die sich im Buch befindet, hat bei der Orientierung geholfen. Die Lebensweise der Menschen ähnelt in gewissen Aspekten mittelalterlichen Zuständen. Die Kräutersammlerin, bei der Leesha in die Lehre geht, war mir sehr sympathisch. Es wurde zwar nie erwähnt, wie alt sie genau ist, aber ein kleiner Satz verrät, dass sie weit über 100 sein muss. Was ich an ihr mochte, war vor allem ihre Selbstsicherheit, die ihr ihr Wissen verleiht. Niemand, nicht einmal der stärkste Junge aus dem Dorf, in dem sie lebt, wagt es sie anzugreifen. Außerdem hat es in den Kapiteln, in den sie handelnde Person war, nicht an Humor gefehlt. Trotz ihres hohen Alters und ihrer körperlichen Schwäche wurde sie von allen respektiert. Leesha will natürlich später als gelernte Kräutersammlerin denselben Status innehaben und hat sich, wie ich finde, auch schon ganz gut darin gemacht. Am Anfang hat sich das Buch etwas in die Länge gezogen, was sich später dann aber wieder als nützlich erwiesen hat. Denn in diesen etwas langatmigen Passagen, in denen Arlen vor allem Gespräche von Erwachsenen mehr oder weniger heimlich mit angehört hat, wurden dem Leser viele Informationen gegeben, die die Zeit vor dem Zeitpunkt der Geschichte beschreiben. So konnte man sich ein Bild davon machen, wie es zu der jetzigen Situation kommen konnte und was eventuell getan werden kann, um bestimmte Dinge zu verhindern. Es ist also größtenteils wichtig, um sich ein Gesamtbild zu verschaffen. Für mich ist das Buch definitiv ein gelungener Einstieg in eine neue Fantasy-Welt in dem der Kampf der Menschen gegen Dämonen im Vordergrund steht. Fast hätte ich vergessen zu erwähnen, dass die unterschiedlichen Dämonen detailreich beschrieben wurden und jeweils bestimmte Eigenschaften haben. Auch diese, im Buch bösartigen Kreaturen, konnte man sich gut vorstellen. Ich gebe 4 von 5 Sternen.

„Das Lied der Dunkelheit“ ist der erste Band der „Dämonenzyklus“-Reihe von Peter V. Brett. Das Buch erschien am 04. Mai 2009 im Heyne Verlag. Es hat 800 Seiten, kostet 16,99 € und du kannst es unter der ISBN 978-3-453-52476-7 finden (einige Angaben habe ich hier entnommen: Peter V. Brett: Das Lied der Dunkelheit – Paperback – Heyne Verlag (penguinrandomhouse.de)).

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