„Keltenfeuer“

„Dass der Hügel hinter dem Bergmannhof ein gefährliches Geheimnis birgt, begreifen Kathrin und Léon als erste. Aber wie sollen sie es den Erwachsenen erklären, die der Traum von bedeutenden archäologischen Ausgrabungen, gar einem Schatz, blind und taub für alle Gefahren macht?

Eine Geschichte vom Einbruch des Unerklärlichen in eine ganz normal erscheinende Welt – Spannung pur! „

Klappentext meiner Ausgabe

„Dietlof Reiche hat, was ein herausragender Kinderbuchautor dringend braucht: eine wache, scharfe, lebendige Erinnerung an die Zeit, da er selbst noch nicht erwachsen war.“

Die Zeit

Kathrin glaubt nicht daran, dass der Hügel hinter ihrem zu Hause bewohnt ist. Jedenfalls so lange nicht, bis sie eine Keltin sieht und beobachtet, wie diese im Hügel verschwindet. Leider kann sie davon niemandem erzählen. Bis Léon, Feriengast bei den Beckmanns, einen Keltenjungen sieht. Die beiden wissen sofort, dass sie die Erwachsenen warnen und davon überzeugen müssen, den Hügel in Ruhe zu lassen. Das gestaltet sich jedoch schwieriger als gedacht. Denn wie soll man Erwachsenen erklären, dass in dem Hügel zwei Kelten wohnen, die am besten in Ruhe gelassen werden, da sonst etwas schlimmes geschieht? Doch Léon und Kathrin geben so leicht nicht auf. Ein spannender Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Zu Beginn wird uns ein Abschnitt der Geschichte aus der Sicht des Keltenmädchens geschildert. Darauf folgt die Geschichte, die aus mehreren Perspektiven geschildert wird. Dabei wird diese ab und an unterbrochen und erlebt die Geschehnisse aus Sicht der Kelten beziehungsweise bekommt durch diese Hintergrundinformationen, warum diese überhaupt in dem Hügel sind und was deren Aufgabe ist. Kathrin und Léon sind tapfer und handeln klug. Gleichzeitig suchen sie nach einem Weg, den Erwachsenen die Gefahr zu erklären. Immerhin wissen sie, weil sie die Zeichen der Kelten deuten, dass diese nicht gerade freundlich gesinnt sind. Obwohl die beiden erst 12 Jahre alt sind und ihr Handeln größtenteils diesem entspricht, empfand ich die Sprache der beiden nicht kindlich genug. Der Satzbau und auch einige Worte entsprechen meiner Meinung nach nicht dem Ausdruck eines Kindes/Jugendlichen. Es passt mehr zu einem Erwachsenen, beziehungsweise mehr in die Vergangenheit. Beim Lesen bin ich deshalb an manchen Stellen über die Formulierungen gestolpert. Insgesamt hat mir die Geschichte jedoch gut gefallen, da es eine etwas andere Fantasy Geschichte ist. Die Kelten kommen in die Gegenwart und lernen unsere Welt kennen, d.h. die gesamte Geschichte spielt in unserer Zeit. Die Geschichte ist gut durchdacht und in sich schlüssig. Ich gebe 3,5 von 5 Sternen.

„Keltenfeuer“ von Dietlof Reiche erschien 2006 als Taschenbuch bei Reihe Hanser (dtv). Es hat 396 Seiten, kostet 8,00 € und du findest es unter der ISBN 978-3-423-62269-5. Die Angaben beziehen sich auf das Taschenbuch aus meinem Besitz.

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