„Nur noch ein einziges Mal“

von Colleen Hoover

„Manchmal sind es die, die man am meisten liebt, die einen am tiefsten verletzen…

Als Lily nach Boston zieht, scheinen all ihre Träume wahr zu werden: eine neue Stadt, der erste Job und dann noch Ryle – attraktiv, wohlhabend und bis über beide Ohren in Lily verliebt. Vergessen ist ihre schwierige Kindheit. Vergessen auch Atlas, ihre erste Liebe. Doch dann trifft Lily zufällig Atlas wieder und auf einmal zeigt Ryle sich von einer Seite, die sie niemals von ihm erwartet hätte.“

Lily Bloom ist auf der Suche nach ihrem persönlichen Glück und scheint es endlich gefunden zu haben. Sie hat einen Job und einen Freund, der sie über alles liebt und ihr Mut macht. Doch schon bald bröckelt dieses Glück und Lily muss Entscheidungen treffen, die ihr sehr schwerfallen und von denen sie nicht weiß, ob es die richtigen sind.

Wow, wow, wow. Ich bin emotional total am Ende. Es ist nicht einmal das ganze Buch gewesen, dass mich so aufgewühlt hat, sondern nur das Ende. Ich muss gestehen, dass ich mich bisher immer um Bücher von Colleen Hoover gedrückt habe, da ich voll oft gehört habe, dass sie emotional sehr aufwühlend sind. Und das stimmt. Ich kann es nur bestätigen. Zudem ist „Nur noch ein einziges Mal“ ein Buch, bei dem der Titel erst spät Sinn ergibt und sich auf eine wundervolle Weise in die Geschichte einfügt. Auf den englischen Originaltitel („It ends with us“) trifft das genauso zu. Der Klappentext verrät meiner Meinung nach nicht viel. Aber ich war trotzdem sehr gespannt, was den Konflikt zwischen Atlas und Ryle betrifft und was es mit Lilys schwerer Kindheit auf sich hat. Diese bekommt man durch Tagebucheinträge, bzw. Briefe, an Ellen DeGeneres nähergebracht. Ich fand es vor allem beeindruckend, wie der Schreibstil sich im Vergleich zu diesen Passagen geändert hat. Das Buch über begleiten wir Lily, die Mitte Zwanzig ist. In den Tagebucheinträgen ist sie etwa 16 Jahre alt. Und das merkt man bei den Tagebucheinträgen. Sie wirkt jünger und deutlich unreifer und weniger selbstbewusst. Der Anfang des Buches liest sich sehr schön und entspannt, man lernt Lily und Ryle aber auch Atlas kennen. Es wirkt alles total harmonisch bis plötzlich etwas passiert, wo ich mir nur gedacht habe, dass das jetzt nicht wahr ist und sich hoffentlich schnell auflöst. Die Auflösung, die übrigens sehr mutmachend, aufmunternd und Kraft gebend ist, kam erst ganz am Ende, wer hätte es gedacht😅, aber ich fand sie wirklich sehr schön. Ich will nicht so viel verraten, aber was ich auf jeden Fall noch loswerden muss, ist die Trigger Warnung. In der deutschen Ausgabe steht sie ganz hinten. Wenn dich also bestimmte Themen triggern sollten, nutze diese. Ich finde sie sehr wichtig. Lily ist eine sehr starke, tapfere und mutige junge Frau und vor allem ein sehr sehr toller Charakter. Ich fand sie direkt sympathisch. Ryle mochte ich auch. Bis zu einem gewissen Punkt. Mehr sag ich dazu nicht. Atlas lernen wir zunächst nur über die Tagebucheinträge von Lily kennen, aber schon da hat er sich in mein Herz geschlichen. Und seine Entwicklung im Buch insgesamt und wie man ihn dann noch kennenlernt, hat meine Liebe zu diesem Charakter nur noch verstärkt. Er ist so lieb und aufmerksam und einfach nur toll. Genug der Schwärmerei von Charakteren, nun zum Schreibstil. Ich mochte den Schreibstil. Er war nicht kompliziert, sondern locker und leicht. Schwierige Themen wurden gut dargestellt und Lilys Perspektive wurde gut untermalt, sodass mich ihre Geschichte sehr berührt hat. Ich gebe 5 von 5 Sterne.

„Nur noch ein einziges Mal“ von Colleen Hoover erschien 2017 beim dtv Verlag. Es hat 400 Seiten (ohne Nachwort und Danksagung), kostet 10,95€ [D] und du kannst es unter der ISBN 978-3-423-71862-2 finden (TB). Das englischsprachige Original heißt „It ends with us“.

PS: Beitragsbild folgt…

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